Das Gedankenkarussel stoppen - Hilfe bei Einschlafstörungen

Bewertung


Abhängig von unserer Lebensgeschichte und unseren Einstellungen, Orientierungen und Erfahrungen bewerten wir jede Situation sofort. Neben den Grundschemen

  • gut/schlecht
  • will ich habe/will ich nicht
  • ist mir gleichgütig

läuft bei allem möglichen ab:

  • zu laut
  • zu dick
  • zu blond
  • zu teuer/zu billig
  • elegant/lässig
  • erfolgreich/erfolglos
  • hübsch/hässlich

und vieles mehr. Ohne Bewertung gelingt es kaum noch, Dingen zu begegen. Allerfalls der erste spontane Eindruck, noch bevor die Konzepte loslegen, kann direkt und unmittelbar sein.


Das ist evolutionstechnisch sicher ein Vorteil, Gefahren sofort einordnen zu können, hat aber auch seine Schattenseiten. Wir leben mehr in den Vorstellungen über diese Welt als IN dieser Welt.

Denk- und Verhaltensmuster


Manchmal erzeugen unsere eigene Denk- und Verhaltensmuster eher ein Problem als dass sie es lösen. Wir können nicht unterscheiden zwischen unserer inneren, vorgestellten Welt und der tatsächlichen.


Es geht weniger, um das was passiert, sondern um das, was wir damit machen.

Durch welche Brille sehen Sie die Welt


Oft kommt das, was wir in die Sicht reinstecken als Phänomen, was wir zu beobachten glauben, zu uns zurück. 


Was ist Fiktion? Was ist wahr?


Je weniger wir in direkten Kontakt sind mit der Wirklichkeit, desto mehr sind wir in unserer Phantasie darüber.


Mit Achtsamkeit wächst der unmittelbare Kontakt jenseits von Konzepten. Wir sehen klarer. Wir werden zufriedener und gelassener und wir müssen nicht mehr JEDEN Gedanken glauben. den wir haben.


Wir sehen, dass Gedanken und Gefühle kommen und gehen.


Gedanken, die kreisen


halten uns gefangen und verselbständigen sich. Irgendwann halten wir die inneren Vorstellungen für Wirklichkeit.


Dabei ist es egal, ob es sich um Vorstellungen über unseren Schlaf, unsere eigen Person, über andere Menschen, Lebenssituation etc. handelt.


Wohlgemerkt, es hier nur um den Phantsieanteil der Gedanken, den Teil, der sich verselbständigt und uns im Griff hat. Es geht nicht darum, dass Gedanken falsch sind oder umberechtigt.


Leider haben die Sorgenkarusselle und Problemerzeugungsautomaten einen höheren Anteil an unserem Denken als uns lieb ist. Es geht um eine gute Balance, so daß die Phantasie uns nicht mehr gefangen hält.

Mit Achtsamkeit gelingt es immer mehr diese Konzepte zu durchbrechen.


Es braucht Zeit. Meditation ist eher ein lebenslanger Begleiter. Nach und nach färbt sie auch in den Alltag ab. Unser Geist ist trainierbar und intelligent. Wenn er merkt, dass es gut tut, dann wird er vieles aus dem Training in den Alltag übertragen.