Schlafförderung - Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit

Jeder Schlaf erfordert ein Loslassen und ein Abgeben von Kontrolle. Obwohl  der Schlaf oft in die Nähe von Bewußtlosigkeit und Tod gerückt wird, ist er es nicht. Aber gemeinsam ist, dass wir nicht mehr handlungsfähig sind und keine Kontrolle mehr haben über das, was passiert. Im Schlaf ist man wehrlos.

 

Dieses Verlieren der bewußten Kontrolle kann Angst machen. Auch Angst vor dem Schlaf. Wer sehr viel kontrollieren will in seinem Leben, hat vielleicht mehr Schlafprobleme als andere. Wer kontrollieren will, hat Angst.

 

Vertrauen in das Leben, Geborgenheit im sozialen Umfeld oder in der Familie,  Sicherheit, dass nichts schlimmes passiert, tragen sehr zur Schlafförderung bei.

 

Es ist die innere Haltung zu den Problemen, die der Schlafförderung oder -Verhinderung dient. Das Glas ist halb voll oder halb leer.

 

Manchmal ist es eine Frage der Sicht, Wahrnehmung und Bewertung. Gab es da nicht den Autofahrer, der gebremst hat, während wir selber eine Verkehrsregel übertreten haben? Gibt es da nicht die mitfühlende Tante, die genau weiß, wie es uns geht und vielleicht jeden Abend für uns betet? Wo schauen wir hin? Nur auf die Probleme? Gibt's wirklich nichts, was uns Sicherheit, Geborgenheit und Vertrauen haben läßt?  Manchmal müssen wir nur genauer hinschauen. Manche Menschen helfen uns auf ihre Weise, aber nicht auf die Weise wie WIR uns das vorstellen.

 

Ein sehr wesentlicher Punkt hinsichtlich Schlafförderung ist Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit. Gibt's nichts, wozu man "danke" sagen könnte?

 

Achtsamkeit heißt genau schauen, was los ist. Ohne Bewertung. Sich selber zuschauen. Es soll nichts erzeugt werden, was nicht da ist. Keine Angst. Es gibt furchtbare Lebensumstände, wo wir immer wachsam sein müssen. Aber wenn wir NUR das beänstigende, bedrohliche und gefährliche im Leben sehen, entgeht uns vielleicht das Freundliche.

 

Hinschauen. Ohne Bewertung.

 

Und wenn was nicht paßt. Nicht tadeln. Ändern.

Vertrauen zu sich selbst, ruhen in sich

 

Vielleicht ist es auch so, dass wir uns selber nicht trauen?

 

Viele Menschen haben die Idee, dass sie irgendwie "falsch" sind. Dass sie anders sein müßten, um liebenswert zu sein, anerkannt zu werden, geachtet und gewürdigt zu werden.

 

Manchmal ist die Bewertung von außen dann nichts als ein Spiegel unserer eigenen Bewertung über uns selber. Wir filtern, was reinkommt. Sagt der andere Unsinn, verwerfen wir es schnell und vergessen es. Sagt der andere aber etwas, wo wir selber uneins mit uns sind, unsicher, ungeliebt usw., dann kann jedes Wort von außen alles bestätigen, was wir ja schon immer gewußt haben.

 

Sich selber als Mensch wert zu schätzen, zu achten, wissen, dass man so sein darf, wie man ist und dass das gut ist, fehlt vielen Menschen. In sich ruhen, heißt auch sich zu kennen undh selber zu lieben.

 

Achtsamkeit kann uns zeigen, dass es manchmal gar nicht die Bewertung von außen ist, sondern unsere eigene. Was steckt eigentlich hinter meiner Angst loszulassen, um schlafen zu können?

 

Mit Achtsamkeit zur Schlafförderung können sich neue Sichtweisen auftun und verschlossene Fernster öffnen.