Schlaf - Wach - Rhythmen

Die Rhythmen des Lebens

 

Unser Schlaf findet nicht einfach nur so im leeren Raum statt. Er hat einen Rhythmus.

 

In einem unterirdischen Bunker am Rande der oberbayrischen Gemeinde Andechs hatte die Chronobiologie ihre Geburtsstunde. Sie untersucht die innere Uhr von Lebenwesen und ihre Synchronisation mit der Umwelt.

 

Wie verhält sich der menschliche Organismus ohne äußeren Taktgeber? Kein Sonnenlicht, keine Uhr, kein Radio, kein Fernsehen, keine Zeitung.


Das Ergebnis:


alle körperlichen Rhythmen bleiben erhalten, nur entsprach die Schlaf- und Wachzeit nicht einem Rhythmus von 24 Stunden, sondern 25.

 

Licht und Dunkelheit als Taktgeber

 

Auch wenn der Organismus einen inneren Takt auch ohne Orientierung von außen hält, so sind doch Licht und Dunkelheit natürliche Taktgeber mit denen sich der Körper immer versucht zu synchronisieren.

 

Licht macht wach. Wenn man nicht einschlafen will, ist Licht ein bewährtes Mittel, dies zu verhindern. Das Tageslicht sorgt dafür, dass die innere Uhr gestellt wird. Deshalb ist tägliche Bewegung draußen sehr hilfreich die natürlichen Rhythmen wieder herzustellen.

 

Bei Dunkelheit wird schüttet die Zirbeldrüse das Dunkelhormon Melatonin aus. Es begünstig das Einschlafen. Melatonin ist auch hilfreich, wenn sich der Körper durch Jet Lag an neue Rhythmen gewöhnen muss. Die innere Uhr wird neu gestellt und synchronisiert.

Natürliche Rhythmen unterstützen

 

Wer nun meint, der Organismus hat doch schon selber einen natürlich Rhythmus, dann ist es doch egal, wann ich schlafe, der irrt.

 

Der Rhythmus läßt sich empfindlich stören und aus dem Takt bringen. Das System versucht sich zwar immer wieder neu zu synchronisieren, wie bei einem Jet Lag, aber Schlafgestörte sollten immer im Einklang mit den natürlichen Rhythmen leben. Sie sind ein sehr natürliches Schlafmittel.

 

Es gibt nicht EINEN Stoff, der Schlaf auslöst oder verhindert. Es kommen immer viele Faktoren zusammen. Manche Dinge können wir nicht ändern. Die Parameter, auf die wir selbst Einfluss nehmen können, sollten wir schlaffördernd einstellen.

 

Gewöhnen Sie sich an feste Schlaf - Wach-Rhythmen. Sie machen es Ihren Körper viel leichter zu schlafen. Nicht einmal bis 11 Uhr schlafen, dann wieder um 6 Uhr aufstehen, ein Nickerchen über Mittag, mal um 11 Uhr ins Bett und mal um 3 Uhr. Damit hat der Schlaf zu kämpfen. Ein völlig normal und gesund schlafender Mensch kann das problemlos verkraften. Aber für einen Schlafgestörten gehören diese Rhythmen am Anfang zu den absoluten Basics.

 

Sorgen Sie im Laufe des Tages für einen gesunden Schlafdruck d.h. seinen Sie aktiv, powern Sie sich aus, bewegen Sie sich, so dass Sie abends richtig müde sind.

 

Die Rhythmen nicht aushebeln

 

Wer nachts schlecht schläft, ist oft am Tag müde und holt sich den berühmten Sekundenschlaf oder schläft bereits vor dem Fernseher ein.

 

Vermeiden Sie dies auf jeden Fall!!!!!

 

Es senkt den Schlafdruck und sie können in der folgenden Nacht wieder schlecht schlafen. Lieber mühsam wach halten oder früher ins Bett. Aber zur selben Zeit. Solange bis sich wieder ein guter Rhythmus eingestellt hat. Das erlaubt dann auch wieder gelegentliche Ausnahmen. Aber am Anfang ist es sehr wichtig, dem aus dem Ruder gelaufenen Rhythmen wieder eine stabile Orientierung zu geben.