Schlaf hat verschiedene Phasen

Schlaf ist kein gleichbleibender Zustand und durchläuft verschiedene Phasen. Schlaf hat verschiedene Tiefen. Es werden 3 verschieden Tiefschlafphasen definiert, gemessen mit dem EEG.


Je tiefer der Schlaf, desto schwerer sind wir zu wecken. Tiefschlafphasen dienen vorrangig der körperlichen Erholung. In diesen Phasen beobachtet man die folgenden Veränderungen


  • die Körpertemperatur sinkt
  • die Herzfrequenz sinkt
  • der Stoffwechsle verlangsamt sich
  • stärkere Abschirmung gegen Reize von außen
  • weniger Bewegung im Schlaf
  • das Immunsystem arbeitet mit voller Kraft

Daneben gibt es die REM Schlafphasen. REM bedeutet Rapid Eye Movement, definiert durch die dann vorkommenden schnellen Augenbewegungen. In den REM Phasen

  • steigt die Hirnaktivität
  • der Stoffwechsel wird aktiver
  • die Muskeln sind völlig entspannt
  • man ist anfälliger für Störungen von außen, der Schlaf ist leichter

Lernen im Schlaf

 

Ob das mit dem Buch unterm Kopfkissen klappt, weiß ich nicht. Was jedoch feststeht, Gelerntes wird erst über Nacht fest abgespeichert. Und Lernen findet in den REM Phasen statt. In den REM Phasen speichert und filtert das Gehirn am Tag zuvor Erlebtes oder Gelerntes. Neues wird im Gedächtnis verankert. Das Gehirn verknüpft Nerven. REM Phasen sind entscheidend für die Entwicklung des Gehirns.

 

Die REM Phasen nehmen zum Morgen hin zu.  Die REM Phasen sind auch die Traumphasen. In den Träumen verarbeiten wir tags zuvor Erlebtes.

 

Vier bis fünf Schlafzyklen zu jeweils ca. 90 Minuten wiederholen sich jede Nacht. Im Lauf der Nacht bekommt der REM Schlaf immer mehr Zeit und wir schlafen leichter. Die Dauer der Schlafphasen sind auch altersabhängig. Babies, Kinder, Jugendliche und alte Menschen unterscheiden sich in den Schlafphasen. Ab 60 nimmt der Tiefschlaf immer mehr ab. Tiefschlafphasen scheinen dem Körper wichtiger, denn wenn wir mal eine Nacht nicht oder wenig geschlafen haben, gibt's in der folgenden Nacht mehr Tiefschlafphasen. Auch bei Krankheit, besonders Infektionen, verlängern sich die Tiefschlafphasen, in denen besonders das Immunsystem aktiv ist.

 

Im Schlaflabor

 

wird neben anderen Parametern immer die Hirnaktivität gemessen, die Muskelspannung und die Augenbewegung aufgezeichnet.

 

Einschlafen ist ein hin und her

 

Das Wach EEG und das Schlaf EEG unterscheiden sich deutlich. Aber was passiert dazwischen? Beim Einschlafen pendeln wir für eine Weile zwischen dem einen und dem anderen Zustand hin und her. Wir schlafen kurz ein, wachen wieder auf oder wir dösen eine Weile in Schlafphase 1. Die Gedanken verschwimmen und werden mehr und mehr durch innere Bilder abgelöst.

 

Kriterien für den Schlaf

Eine Mensch schläft, wenn


- er zum ersten Mal Schlafphase 2 für eine Minute erreicht

- er jederzeit weckbar ist

- er kein Sinnesbewußtsein hat über die äußere Welt

- die Muskeln entspannt sind